Montagetips für Holzterrassen

Montagetips für Holzterrassen

Die Terrassen Unterkonstruktion

Planen und montieren Sie die Unterkonstruktion einer Terrasse so, dass sie dem Verzug durch Quellen und Schwinden des Holzes standhält. Abhängig von der Stärke der Terrassendiele gilt ein Abstand 40 bis 50 cm zwischen den Auflagen als ideal. Bei größeren Abständen biegen sich die Dielen durch, und es kann zu starkem Verzug auch bei Hartholzdielen kommen. Führen Sie die Unterkonstruktion immer in einer Holzart bzw. einem Werkstoff mit derselben oder einer höheren Dauerhaftigkeitsklasse der Dielen aus. Ist das Holz der Unterkonstruktion deutlich weicher (geringere Rohdichte) als der Belag, können sich bedingt durch das Quellen und Schwinden der Holzdielen die Schrauben lösen. Sorgen Sie für ausreichende Hinterlüftung unter dem Belag, zum Beispiel mit unseren PDT Abstandhaltern oder Sie nehmen unsichtbare Befestigungen der Dielen, diese sorgen automatisch für eine Belüftung.

Die Fugenbreite bei der Dielenverlegung

Je schmaler die Dielen, desto geringer weiten sich bei ihrem natürlichen, witterungsbedingten Schwinden die Fugen des Terrassenbelags breiter als 145 mm sollte eine Terrassendiele nicht sein. Schmale Dielen ergeben ein harmonischeres Fugenbild. Montieren Sie die Dielen nicht zu eng, damit sie arbeiten können abhängig von ihrer Ausgangsfeuchte sind 4 bis 8 mm Abstand fachgerecht. Mit Abstandhaltern erzielen Sie ein gleichmäßiges Fugenbild.

Die Montage der Terrasse

Befestigen Sie jedes Brett mit 2 Edelstahlschrauben auf allen Unterkonstruktionshölzern .  Der Abstand der Schrauben zum Dielenende sollte mindestens dem 8 bis 10 fachen des Schraubendurchmessers entsprechen. Verwenden Sie Edelstahlschrauben der Qualität VA2, in Pool- und Wellnessbereichen die Qualität VA4. Bei Harthölzern vermeidet Vorbohren spätere Rissbildung. Drehen Sie die Schrauben flächenbündig ein. Sitzen die Schraubenköpfe zu tief, sammeln sich in den Vertiefungen Wasser und Schmutz.
Bei vielen Hölzern ist eine unsichtbare Befestigung möglich. Dieses Systeme gibt es in Edelstahl oder Spezial Kunststoffen.

Die Pflege der Holzterrasse

Einige Holzarten enthalten wasserlösliche, farbintensive Inhaltsstoffe. Regen und Tauwasser können sie auswaschen, das Holz »blutet aus« und verfärbt Fassaden und Betonumrandungen. Achten Sie in diesem Fall auf genügend Abstand, Tropfkanten und Entwässerung über Abtropfbleche. Gerbstoffhaltige Hölzer verfärben sich bei Kontakt mit Eisen und eisenhaltigem Pflanzendünger. Dekorieren Sie die Terrasse nicht mit Pflanzgefäßen oder Gegenständen aus Metall oder schützen Sie die Holzoberfläche mit punktuellen Unterlagen. Unter großflächigen Abdeckungen wiederum sammelt sich schädliche Feuchte. Eine Oberflächenbehandlung mit wasserabweisendem Öl reduziert witterungsbedingtes Schwinden und Quellen von Holzdielen und verzögert zudem die natürliche Vergrauung.

Planungshinweise  

Nicht fachgerechte Holzkonstruktionen verwittern vorzeitig. Konstruktiven Holzschutz wie Gefälle zum Wasserabfluss, ausreichend Belüftung der Holzbauteile und immer ,,Wasser weg vom Holz,, immer mit einbauen. Dies ist die Lösung für eine langes Terrassenleben.

Planen Sie die Terrasse mindestens 12 m² groß, darauf sitzen bis zu acht Personen bequem um einen Tisch mit 1,50 m Durchmesser. Wer noch Sonnenschirm, Grill und eine Box für die Sitzpolster unterbringen möchte, plant etwa 5 m² mehr.

Holz aus heimischen und nachhaltig bewirtschafteten Wäldern ist ökologisch unbedenklich. Ohne chemischen Holzschutz widersteht es jedoch abhängig von Holzart, Witterung und Schädlingen weniger lange als modifiziertes Holz, Tropenholz und WPC.

Holz leidet unter dem Wechsel von Sonne und Regen, Hitze und Kälte nicht so stark, wenn ein Terrassendach den Belag schützt. Ist die Terrasse schutzlos Witterung und Feuchtigkeit ausgesetzt, sollten Sie sich für eine Holzart der Dauerhaftigkeitsklasse 1 oder 2 entscheiden.

Tropenholz ist besonders hart und dauerhaft. Unsere Hölzer sind alle aus nachhaltiger Wirtschaft.

Alternative: Terrassendielen aus Verbundwerkstoff WPC gleichen in Optik und Haptik den Tropenhölzern, stammen jedoch aus umweltfreundlicher Recycling-Produktion.

Terrassendielen ergeben eine interessante Optik, wenn man sie diagonal verlegt das lässt die Terrasse in beide Richtungen größer aussehen als sie in Wirklichkeit ist. Wer eine Terrasse optisch verbreitern will verlegt die Bretter längs zur Hauswand. Dielen rechtwinklig zur Fassade geben der Terrasse mehr Tiefe.

Verwenden Sie für nach unten offene Balkon-Konstruktionen keine Hölzer die bei Regen stark ausbluten. Dazu zählen zum Beispiel Bangkirai, Merbau und Eiche.

Wählen Sie für Beläge in Barfußbereichen wie Poolumrandungen unbedingt splitterfreies Material. Aus jedem Holz können durch BewitterungSpäne herausstehen. Ausnahme: Holz-Kunststoff-Verbundmaterial wie unser UPM ProFi  Design Deck und UPM Classic Deck sind absolut splitterfrei und stabil.

Alle Holzarten bekommen durch die natürliche UV-Strahlung des Sonnenlichts eine silbergraue Patina diese hat jedoch keinen Einfluss auf den Gebrauch der Dielen.

Schreibe einen Kommentar